Zurück zu den Wurzeln (2023)

Am Anfang des Jahres 2023 gehe ich nicht nur meine Ziele durch, sondern suche vor allem nach der Intention, die ich dem neuen Jahr mitgeben möchte. Dieses Jahr ist für mich klar: Es geht um Wurzeln – und um das Zurückkehren zu ihnen.

Wie geht es dir mit deinen Zielen und deinem Fokus? Hast du Ziele? Planst du Ziele? Am Ende oder am Anfang des Jahres? Worauf richtest du dich aus? Auf dich oder auf das, was im Außen so los ist?

Zielplanung

Als ich mich im Januar 2023 mit meinen Zielen beschäftigte – und damit, welche Richtung und Intention ich meinem Leben geben wollte –, fiel mir auf: Für 2022 hatte ich gar keinen Plan gemacht. Ich bin mir sicher: Ich habe mir Ziele gesetzt – und einige auch erreicht. Aber weder Mind-Map noch Vision-Board hatte ich erstellt. Beide sind zwar schöne Werkzeuge, um Ziele zu erreichen – aber für mich damals offenbar nicht nötig.

 

Blogpost: Zurück zu den Wurzeln

Dieses Jahr habe ich die Tradition wiederaufgenommen: Ich gestaltete ein Mind-Map und formulierte meine Ziele darauf. Und sieh an – das erste große Ziel ist bereits erreicht. Das macht nicht nur Mut, sondern gibt Schubkraft, um weitere Ziele zu erreichen.

Vielleicht ist es dir ja schon aufgefallen: Ich stehe dafür, dass du dir deinen Raum schaffst, wirst, wer du wirklich bist, dich daran erinnerst, wer du warst, bevor dir gesagt wurde, wer du zu sein hast. Wenn du wissen willst, wer du bist, ist es eine gute Idee, zu wissen, wo du herkommst. Wer sind deine Ahnen, welche Kulturen und Subkulturen haben dich geprägt, wer sind und waren deine Vorbilder? Was ist dein roter Faden, gibt es noch weitere Fäden in anderen Farben? Was sind meine Begabungen und die Begabungen meiner Vorfahren? Wie sehen meine Traumata und die meiner Familie aus? Welche Fehler habe ich begangen und welche begehe ich immer wieder? Gibt es Fehler, die sich seit Generationen wiederholen? (Es gibt übrigens weder Fehler noch Schuld, es gibt Ursache und Wirkung, aber dazu ein anderes Mal mehr).

Wie nach Hause kommen

Wusstest du schon, dass ich mit tibetischem Buddhismus aufgewachsen bin? Ich war darüber immer sehr dankbar. Ich bin mit Meditation und einer Philosophie groß geworden, die meinem Leben Richtung und Ausrichtung gegeben hat. Tiefe Weisheit, die mir in Fleisch und Blut übergegangen ist, die ich erst jetzt richtig zu schätzen weiß, da ich verstanden habe, dass sich nicht jeder daran erinnert, dass wir alle diese Weisheit in uns tragen und Teil dieser Weisheit sind.

Der Vorteil, in der Tradition der Karma Kagy-Linie aufgewachsen zu sein, ist genau das – und genau das war auch mein „Nachteil“. Und genauer betrachtet war es gar nicht diese Tradition, diese Linie, dieser Buddhismus, sondern die Tatsache, dass meine Mutter Teil dieser Gemeinschaft ist und ich das Gefühl hatte, es mir nicht selbst ausgesucht zu haben. Ich hatte das dringende Bedürfnis nach Abgrenzung – von meiner Mutter. Danach, meinen Weg zu suchen, zu finden, zu gehen, herauszufinden, wer ich bin und mich und meine Werte zu leben. Und in all der Flucht und dem Kampf schob ich dieses Geschenk beiseite – auf der Suche nach etwas Besserem.

Ich mache es kurz: Ich habe kein besseres Geschenk gefunden. Viele Geschenke habe ich gefunden, die bei genauer Betrachtung aus dem ursprünglichen Geschenk entstanden sind oder in neuer Verpackung. Wunderbare Geschenke, die dafür gesorgt haben, dass ich das größte Geschenk – die buddhistischen Belehrungen, die Meditation und die geschickten Mittel – erst richtig verstanden habe, dass theoretisches Wissen vom Kopf ins Herz gerutscht ist.

Als mir klar wurde, dass ich regelrechtes Heimweh hatte, beschloss ich, den Widerstand aufzugeben – und mich stattdessen auf meine Wurzeln zu besinnen. Ich kehre heim – in meine spirituelle Heimat, meine spirituelle Praxis, und habe jetzt den Mut und das Selbstverständnis, meinen Weg auf meine Weise zu gehen. Noch fühle ich mich ein bisschen wund – doch langsam kehrt Frieden ein.

Wo wehrst du dich noch gegen deine Wurzeln? Wo bist du im Widerstand – gegen deine Eltern, gegen die Traditionen deiner Ahnen? Wann wehrst du dich gegen Rituale, um der Abgrenzung willen, ohne zu sehen, wie du davon getragen und gehalten wirst?

Erst Coach, dann Ordnung

Vor zehn Jahren habe ich die Ausbildung als NLP-Coach gemacht. Und bin dann auch ziemlich bald und sehr blauäugig – oder mutig? – in die Selbstständigkeit gesprungen. Ich war also erst mal „nur“ Coach. Die Ordnung kam erst dazu, als ich mich mit meinem roten Faden beschäftigt habe. Mehr dazu kannst du hier lesen.

So sehr ich es liebe, Menschen dabei zu unterstützen, aufzuräumen, Ordnung zu lernen und zu meistern – ihren Lebensraum so zu gestalten, dass sie sich darin wohlfühlen, sich entfalten und ihr Potenzial leben –, so sehr liebe ich es, Ordnung im Inneren zu schaffen. Je länger und je mehr ich mit der Ordnung im Außen beschäftige, desto mehr wird mir klar, dass (Un-)Ordnung gar nicht oder nur zum Teil das Problem ist.

Ich behaupte jetzt ganz provokativ: Ordnung braucht niemand. Zumindest nicht die Art von Ordnung, die dazu führt, dass Menschen unglücklich mit ihrer Situation sind.

Menschen glauben oft:

  • Sie seien nicht ordentlich genug.

  • Sie müssten sich einfach mehr Mühe geben.

  • Sie gehörten nicht dazu, wenn sie dem „Ordnungs-Lifestyle“ nicht entsprechen.

  • Wenn sie endlich richtig ordentlich wären, ginge es ihnen besser.

  • Sie müssten nur ein für alle Mal lernen, aufzuräumen.

  • Wenn sie noch mehr aufräumten, würde der innere Druck irgendwann verschwinden.

Kennst du diese oder ähnliche Gedanken? Ich ja. Ich habe lange Zeit mit Aufräumen kompensiert. Ich versuchte, durch Ordnung Frieden in mein Leben zu bringen. Doch Ordnung war für mich lange mit Druck verbunden. Ich war gar nicht in der Lage zu sehen, geschweige denn zu fühlen, wie ordentlich und aufgeräumt meine Wohnung war, wenn ich innerlich im Kampfmodus war. Ordnung war für mich das Mittel der Wahl, um zu kompensieren. Erst als ich lernte, wie es sich anfühlt, wenn Ordnung ohne Druck möglich ist – wenn ich freiwillig ordentlich sein kann –, löste sich der Druck auf.

Ich kann immer noch sehr gut aufräumen, und jetzt macht es mir noch mehr Spaß, weil ich innerlich nicht mehr im Alarmzustand bin.

Das erste große erreichte Ziel des Jahres

Von der letzten Januarwoche bis Mitte Februar 2023 habe ich ein 15-tägiges Seminar besucht, das ich schon lange machen wollte: „Intuitive Anatomie“ – ein ThetaHealing®-Seminar für Fortgeschrittene. Es geht darum, zu verstehen, welche Themen in welchen Körperregionen verankert sind. Es war intensiv, ging tief – und ich habe nicht nur mich selbst noch besser kennengelernt, sondern auch viel bei mir gelöst und geheilt. Ich bin zutiefst dankbar für dieses Werkzeug.

Natürlich habe ich viel geübt – und kann dich jetzt noch besser unterstützen, egal wo und wie du dir Raum schaffen möchtest: im Inneren oder im Äußeren. Wenn du magst, begleite ich dich gerne. Ich freue mich auf dich!