Achtsamkeit im Alltag – tue, was du tust (und lass das Jammern)

Übe dich in Achtsamkeit.
Tue, was du tust. 
Und lass das Jammern einfach mal weg.
Achte auf deine:

  • 
Gedanken, denn sie werden deine Worte.
  • Worte, denn sie werden deine Handlungen.
  • Handlungen, denn sie werden deine Gewohnheiten.
  • Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
  • Charakter, denn er wird dein Schicksal.


(Talmud)

„Be the NOW“, fordert uns Eckhart Tolle auf.

Wir sollen also im Hier und Jetzt ankommen.
Der Grund dafür ist einfach:
 Viel zu oft sind wir mit unseren Gedanken entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft.
 Wir denken darüber nach, was wir hätten sagen oder tun sollen –
 oder darüber, was uns morgen vielleicht erwartet.
Das kostet Zeit.
 Und Energie.

 

Achtsamkeit im Alltag

Ja, es ist sinnvoll, Ziele zu planen. 
Auch dafür darfst du dir bewusst Zeit nehmen.
 Je klarer und fokussierter du dabei bist, desto leichter wird die Umsetzung.

Warum wir so selten im Hier und Jetzt sind

Mit Achtsamkeit im Alltag komme ich im Hier und Jetzt an.
 Ich tue, was ich tue. Mit jeder Faser meines Seins bin ich ganz bei dem, was gerade da ist. 
Ich bade darin. Gedanken wie
, „Wie lange dauert das noch?
 Was ist danach zu tun? 
Wie anstrengend ist das?“ 
lasse ich ziehen.
Ich lasse mich nicht unterbrechen –
weder von außen noch von innen. Während ich diesen Text schreibe, schreibe ich diesen Text. Wie Beppo der Straßenkehrer konzentriere ich mich immer nur auf den nächsten Besenstrich. 
Einen nach dem anderen. Und ehe ich mich versehe, ist die Aufgabe erledigt. Ich fühle mich frisch und entspannt,
weil fokussiertes, konzentriertes Arbeiten den Geist beruhigt.

Sich in Achtsamkeit zu üben,
 ist sich in Meditation zu üben. Und voller Freude, etwas erledigt zu haben,
wende ich mich der nächsten Aufgabe zu.

Jammern als Energieräuber

Es gibt Menschen, denen scheint alles leicht zu fallen.
Echte Glückskinder.
Ihnen fällt das Leben scheinbar mühelos in den Schoß.
Sie haben einen guten Job,
eine angenehme Ausstrahlung,
inspirierende Menschen um sich,
eine erfüllte Beziehung.
Was sie anfangen, gelingt.
Und dann gibt es die anderen.
Die Pechvögel.
Menschen, denen scheinbar alles schwerfällt.
Kaum ist ein Problem mit Mühe erledigt,
wartet schon das nächste.
Das Leben wirkt wie ein einziger Scherbenhaufen.
Der Job frustriert,
die Beziehung ist anstrengend,
und nichts will so recht gelingen.

Was macht den Unterschied?

Objektiv betrachtet ist der Unterschied gar nicht so groß,
wie er scheint. Der entscheidende Unterschied liegt
 in der inneren Haltung.
 Im Umgang mit dem eigenen Leben. Ich habe beides ausprobiert.
 Sehr gründlich. Und verstanden: 
Ich kann mich entscheiden.
 In jedem Moment neu. Will ich ein Glückskind sein –
oder ein Pechvogel?

Der Pechvogel

Ein Pechvogel jammert. Im Inneren. 
Und nach außen. Er verwendet seine Energie darauf, Probleme zu wälzen. 
Er sitzt im inneren Horrorkino
und sorgt sich um das, was hätte sein können 
und um das, was vielleicht noch kommt. Das Leben erscheint als Abfolge von Dramen. 
Die Aufmerksamkeit liegt auf Mangel, Schwierigkeiten und Hindernissen. 
Die Grundhaltung ist eine Opferhaltung. Kleinigkeiten werden hochgejammert 
bis sie unüberwindbar erscheinen.
 Ihre Bewältigung kostet enorme Anstrengung –
und noch mehr schlechte Laune.

Das Glückskind

Ein Glückskind lässt das Jammern weg.
 Und tut, was es tut. Es tut das, was gerade vor ihm liegt – 
ohne ständig daran zu denken, 
was sonst noch alles zu tun wäre. Ohne zu überlegen,
wie lange es wohl noch dauert. Klaglos.
Und mit einer gewissen Leichtigkeit.
Die Aufmerksamkeit liegt auf Möglichkeiten, 
auf dem, was jetzt gestaltbar ist. 
Die Grundhaltung ist lebensbejahend. Jede Aufgabe wird zur Gelegenheit, 
sich in Achtsamkeit zu üben. Der nächste Abwasch
wird zur Möglichkeit, das Herz zu putzen.
Je öfter wir uns in Achtsamkeit üben,
desto leichter wird es.
Und wenn wir doch einmal ins Jammern rutschen,
 können wir im nächsten Moment entscheiden, 
damit wieder aufzuhören.

Ich gehe mit gutem Beispiel voran
und lasse das Jammern weg.
Wenn du spürst,
dass du das auch möchtest –
 mehr Präsenz, weniger inneres Drama, 
mehr Klarheit im Alltag –
 dann begleite ich dich gern ein Stück.
Schaff dir deinen Raum.