Komfortzone Verlassen? Oder lieber nicht!?

Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade „Komfortzone verlassen? Oder lieber doch nicht?!“ von Christine Winter auf Stille-Stärken.de

Die Komfortzone im wahrsten Sinne des Wortes

Komfortzone
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Eine Komfortzone im wahrsten Sinne des Wortes klingt ja nach etwas ganz Wunderbarem.
Es klingt nach Gemütlichkeit, Heimeligkeit, Geborgenheit, Wärme und Sicherheit.
Es klingt es nach Hängematte, Fußmassage und gutem Essen. Nach innerem und äusserem Frieden. Alles hat seine Ordnung. Alles ist an seinem Platz. Es gibt einen klaren Rahmen und klare Regeln.
Ich kann mich ganz entspannt zurücklehnen und geniessen.

Komfortzone, Gewohnheiten und Glaubenssätze

Eine Komfortzone ist allerdings nicht einfach nur komfortabel.
Eine Komfortzone bedingt nicht den ganz individuell Äußeren und Inneren Idealzustand.

Komfortzone heißt, dass das Gehirn kategorisiert, abgleicht, automatisiert.
Komfortzonen sind automatisierte Bewegungsabläufe, Gewohnheiten, Denkmuster und Glaubenssätze.
Das ist auch gut so.
Etwas neues zu lernen ist anstrengend. Übung und dran bleiben, macht es möglich von der bewussten Inkompetenz über bewusste Kompetenz zu unbewusster Kompetenz zu gelangen. Übung macht den Meister!
Dass ich nicht alles was ich je in meinem Leben erlernt habe, jeden Tag auf´s neue und von vorne lernen muss, macht mir das Leben sehr komfortabel und ermöglicht es mir, immer wieder etwas neues zu lernen.
Erlernte Fähigkeiten sind mir in Fleisch und Blut übergegangen. Ich weiß ohne weiter darüber nachzudenken, wie gehen, stehen und sitzen geht. Kann ganz automatisch zwischen Mensch und Tier, zwischen Tag und Nacht, zwischen gut und böse, zwischen richtig und falsch unterscheiden. Weiß ganz automatisch wann ich fröhlich reagieren soll und wann ich Angst haben muss…

Die ungemütliche Komfortzone

Leider kann eine Komfortzone auch ganz schön ungemütlich werden.

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Manchmal schleicht sich das Ungemütliche still und leise, fast unmerklich an. Manchmal fällt es gar nicht weiter auf, weil das Ungemütliche schon immer da war.

Aus Angst, mangelndem Selbstwertgefühl, Perfektionismus, Faulheit und uralten einschränkenden Glaubenssätzen werden ungute Gewohnheiten, Denkmuster und Verhalten weiter gepflegt.

Paare verharren in einer miesen Beziehung. Aus Angst vor Einsamkeit ohne zu bemerken, dass sie bereits gemeinsam einsam sind.
Ernährungsgewohnheiten werden beibehalten, weil in dieser Familie schon immer so gegessen wurde – wir haben halt in unserer Familie eine genetische Tendenz zu Fettleibigkeit, Gicht, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes 2,….
Morgenmuffel schieben weiterhin ihre schlechte Laune vor sich her, weil das nunmal zu ihrem Charakter gehört.
Angsthasen bleiben lieber weiter zu Hause und sehen dabei zu wie ihre Komfortzone immer weiter zusammenschrumpft, weil sich zu einer Angst gerne noch eine Weitere gesellt.
Jeden Morgen auf´s neue gehen Menschen in einen Job, den sie hassen, weil sie Existenzangst haben.

Komfortzone ist auch der innere Schweinehund

In einer ungemütlichen Komfortzone zu verharren, fühlt sich erst mal leichter an. Mit der miesen Beziehung, dem verhassten Job, den schlechten und ungesunden Gewohnheiten, den eigenen Launen und Allüren und den eingefahrenen Denkmustern kenne ich mich wenigstens aus. Da bewege ich mich auf sicherem Terrain (auch wenn es da total vermint sein kann). Und da weiß ich welche Verhaltensmuster ich wann abspulen muss. Kann ich mir einreden, ich hätte die totale Kontrolle über mein Leben.

Waste of skin

Wenn ich nur noch aus automatisierten Verhaltensmustern, Impulsen, Gewohnheiten und Denkmustern bestehe, hätte ich doch gleich Reptil werden können!

Ja stimmt! Es:

  • tut weh sich aus einer noch so miesen Beziehung zu lösen.
  • ist beängstigend sich beruflich zu verändern.
  • kann auch mal keinen Spaß machen etwas neues auszuprobieren.
  • Sport kann zu Schweißausbruch und Muskelkater führen.
  • ich kann enttäuscht und verletzt werden.
  • ist vielleicht mühsam, etwas neues zu lernen.
  • ich könnte feststellen, dass ich doch nicht so schlau bin, wie ich immer dachte.

Die Wahrnehmung weit machen

Die Möglichkeit, die Komfortzone zu erweitern oder zu verlassen, ist ein Geschenk.

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Immer wieder die eingefahrenen Bahnen zu verlassen und die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu entdecken, macht das Leben reicher.
Meine Wahrnehmung weit zu machen, gibt mir die Möglichkeit die Welt wieder mit Kinderaugen zu betrachten.
Wenn ich mir erlaube aus dem ewig gleichen Trott auszusteigen, kann ich eine Welt voller Wunder entdecken.
Wenn ich mich traue es zuzulassen, kann ich die Magie des Lebens spüren.
Ja stimmt, es gibt Leiden, Katastrophen, Kriege, Alter Krankheit und Tod. Und gleichzeitig gibt es Liebe, Mitgefühl und Weisheit, eine paradiesische Natur, faszinierende Kulturen, Kunst und Kreativität und jede Menge zu Lachen.

In meinem Leben gab es immer wieder Zeiten, da musste ich meine Komfortzone verlassen, ob ich wollte oder nicht.
Meistens wollte ich nicht!
Und meistens war ich hinterher sehr dankbar.
Dankbar für den inneren Wachstum, die neuen Möglichkeiten, die neuen Freunde, Fähigkeiten und die gemachten Erfahrungen.
Mittlerweile verlasse ich freiwillig immer wieder mal meine Komfortzone. Und ja stimmt, manchmal habe ich Angst, und meistens gewinnt die Vorfreude und die Abenteuerlust.

Wo könntest Du Deine Komfortzone verlassen oder erweitern?
Was wolltest Du immer schon mal ausprobieren?
Welche Kleinigkeit kannst Du einfach mal anders machen?
Gibt es ein großes Ziel, dass Du glaubst nicht erreichen zu können, weil Du einen einschränkenden Glaubenssatz hast?

Herzens-Grüße,
Luva

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