Ich packe meinen Koffer…

Am Freitag haben die Sommerferien begonnen.
Urlaube werden gebucht. Koffer werden gepackt – oft zu spät und viel zu voll.
Menschen verreisen – voller Vorfreude und mit mehreren schweren Koffern beladen in ferne Länder.
Am Ort der Sehnsucht angekommen, soll nur schnell ausgepackt werden, dann kann der Spaß und die Entspannung losgehen. Beim Auspacken ist dann das Entsetzen groß. Mindestens ein zum bersten gefüllter Koffer und nix brauchbares dabei. Das wichtigste vergessen. Dafür eine ausgelaufene Shampoo-Flasche.

Jahrelange Übung

Ich habe packen gelernt.
Von meinen wunderbaren Eltern und meiner geliebten Großmama.
Durch die immer wiederkehrenden Wocheneinkäufe.
Durch die vielen Umzügen, die ich in meinem Leben schon mitgemacht habe.
Durch die sieben Jahre Internat.
Und natürlich auch durch die ein oder andere Reise.

Packen ist eine Kunst

Ob es um den gerade erledigten Einkauf oder einen Umzug geht, ist letztendlich egal.
Ich will die rohen Eier und die frischen Erdbeeren, heil und in möglichst wenig Taschen verpackt, nach Hause bekommen.
Ich will die Umzugs-Kisten so geschickt packen, dass das Gewicht gleichmässig verteilt ist.
Ich will meinen Koffer so packen, dass ich alles Nötige und NICHTS Unnötiges dabei habe.

Aus Erfahrung wurde ich klüger

All meine Packerfahrung hat mir auf meiner ersten Fernreise nach Südostasien geholfen.
Ich war gut darin jede Menge nötiges und noch viel mehr unnötiges Zeug geschickt zu verpacken.
Ich war total aufgeregt über dieses Abenteuer, dass ich da bald würde erleben dürfen. Wochenlang habe ich darüber nachgedacht, was ich wohl alles brauche. Das meiste habe ich nicht gebraucht! Alle „im Falle des Falles“-Szenarien, die ich mir überlegt hatte, sind nicht eingetroffen. Alles was ich in einem dieser Fälle gebraucht hätte, hätte ich auch vor Ort bekommen.

Seit dieser ersten Fernreise, habe ich jede Menge weitere Reisen gemacht.
Kurze Städtetrips, Rucksackreisen durch Asien und das gesamte winterliche Rußland, Camping-Urlaube, Aufenthalte in Hotels und Ferienwohnungen.
Reisen mit einem Koffer, einem Rucksack oder einer kleinen Tasche.
Bei jeder Reise habe ich wieder dazu gelernt.
Ich finde es immer noch leichter für eine mindestens vierwöchige Reise nach Asien zu packen, als für eine kurze Reise nach Berlin. Und es wird immer leichter.

Planung

Es wird leichter, weil ich Plane.
Ansich bin ich keine große Planerin. Ich bin sehr optional. Trotzdem schreibe ich mir auch regelmässig eine Einkaufsliste. Ich lasse mich gerne vom Angebot inspirieren. Die Erfahrung, auch nach dem fünften äusserst inspirierenden Einkauf kein Klopapier gekauft zu haben, hat mich dann doch von der Einkaufsliste überzeugt. (:

Meine Reise-Erfahrungen haben mich überzeugt, vorher zu planen, um eine entspannte Reise zu haben.

Ich gehe vor der Reise nochmal zum Friseur und mache eine Mani,- und Pediküre.  Ich überlege mir, in welchech Zyklusphase ich sein werde und ob ich meine Mondtasse brauchen werde.

Ich überlege mir  wohin ich fahren will und was ich dort tun will.
Es macht einen Unterschied, ob ich eine Rucksacktour durch den Dschungel oder über Berg und Tal mache oder ob ich eine Städtereise mit entsprechendem Kulturprogramm mache.
Im Dschungel brauche ich keine Abendrobe.
In der Oper brauche ich keine Machete.
Im winterlichen Sibirien brauche ich eine warme und winddichte Jacke.
Am Strand brauche ich einen Bikini…

Ich informiere mich vorher über mein Reiseziel.

Brauche ich Impfungen? Gibt es dort Medizinische Versorgung?
Wie ist dort das Klima? Wie sind dort die Temperaturen – drinnen wie draussen? (In Asien wird in Gebäuden oder im Taxi gerne bis 18°C runtergekühlt, in Rußland wird im Winter in den Gebäuden oder der Transsibirischen Eisenbahn bis 30°C geheizt.)
Gibt es ein Kulturprogramm, dass ich besuchen will?
Kann und will ich dort einem Sport nachgehen? Kann ich das Equipment dafür vor Ort leihen?
Gibt es kulturelle Regeln zu beachten?

Ein klares Bild vor Augen

Wenn ich dann ein ungefaires Bild vor Augen hab, wohin die Reise geht und was ich dort unternehmen will, plane ich mein Gepäck.
Ich plane ob ich mit Koffer oder mit Rucksack reise.
Ich überlege mir frühzeitig welche Bekleidung ich für meine Unternehmungen brauche. Ich sammle alle eventuell infrage kommende Kleidung an einer Stelle.
Ich bevorzuge Pflegeleichtes für die Reise – leicht zu waschen, leicht zu trocknen, bügelfrei.
Basics in neutralen Farben oder in einer Farbfamilie erleichtern das Kombinieren verschiedener Outfits. Aufpeppen kann ich dieses „schlichte“ Outfit mit ein paar wenigen Accessoires wie einem leuchtenden Schal, einem chicken Gürtel, einer aussergewöhnlichen Sonnenbrille oder einem auffälligem Hut.
Ich achte ausserdem darauf, dass ich jedes einzelne Kleidungsstück für drei verschieden Outfits nutzen kann.
Für mich ist bei meinem Reisegepäck das wichtigste: so wenig wie möglich, soviel wie nötig. Ob ich nun acht Wochen oder eine unterwegs bin, ich nehme für maximal 10 Tage Unterwäsche und für eine Woche Bekleidung mit. Ich kann nach einer Woche einfach von vorne anfangen. Falls ich doch dringend etwas brauche, kann ich es mir vor Ort kaufen.

Listen

Ich schreibe Listen für meine Kleidung, für meine Hygieneartikel, meine Reiseapotheke, für das Wichtigste und für Sontiges wie z.B. das Handy-Ladekabel  oder das Tagebuch.
Ich schreibe alles auf. Unterhosen, Schuhe, Sportsachen, Zahnbürste, Reisepass… So kann ich sehen, ob ich alles habe, was ich brauche und nichts dabei habe, was unnötig ist.

Unnötiges

Die Globalisierung hat ganze Arbeit geleistet. Wenn ich nicht gerade mitten in die Wüste oder den Urwald fahre, bekomme ich fast überall auf der Welt, fast alles was ich zu brauchen meine. Vielleicht nicht immer das Produkt, das ich von daheim kenne. Das fördert die Flexibilität und gibt Raum für neue Erfahrungen. Und vielleicht entdeckst Du sogar eine neues Lieblingsprodukt. Ich benutze seit ein paar Jahren mit begeisterung eine Thailändische Kräuter-Zahnpasta.

Ich finde es z.B. unnötig Badehandtücher mitzunehmen. Selbst in ganz billigen Bungalows werden Handtücher zur verfügung gestellt – in Guesthäusern, Ferienwohnungen und Hotels sowiso.

Wie packst Du Deinen Koffer?

Packst Du auf den letzten Drücker?
Schmeisst Du im schweiße Deines Angesichts alles was gerade sauber ist in eine Tasche und hoffst, dass Du nichts vergessen hast?
Reist Du mit drei zum bersten gefüllten Koffern, zwei Kleidersäcken, einer Hutschachtel und zwei Plastiktüten?
Zahlst Du regelmässig Übergepäck und musst dann vor Ort doch erst mal los, weil Du das Wichtigste vergesssen hast?
Bist Du Minimalist?
Bist Du ein organisierter Kofferpacker?
Hast Du nochFragen?
Oder Anregungen?

Schreib mir gerne unverbindlich eine E-Mail oder ruf mich unter 0160-966 57 311 an.

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Herzensgrüsse,

Luva

Voller Koffer – nix dabei!?
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